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Die 10 teuersten Fehler beim Immobilienverkauf in Hamburg

Autorenbild: Peters+Peters
Peters+Peters
12. Sept.
6 Min. Lesezeit

Ein Immobilienverkauf ist keine alltägliche Transaktion.

Bei einem Hamburger Einfamilienhaus, einer Eigentumswohnung oder einem Mehrfamilienhaus geht es schnell um mehrere Hunderttausend oder sogar Millionen Euro.

Schon wenige Prozent Unterschied beim Verkaufspreis können deshalb einen erheblichen Betrag ausmachen.



Bei einer Immobilie im Wert von 800.000 Euro entsprechen lediglich fünf Prozent:

40.000 Euro.

Umso wichtiger ist es, einen Verkauf nicht nach dem Prinzip „Inserat online stellen und schauen, was passiert“ anzugehen.

Denn viele Fehler entstehen nicht beim Notartermin.

Sie entstehen Wochen oder Monate vorher.

Das Wichtigste in Kürze

Die häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf sind:

  1. falscher Angebotspreis

  2. Immobilie ohne Strategie anbieten

  3. Grundstück oder Entwicklungspotenzial übersehen

  4. schlechte Präsentation

  5. unvollständige Unterlagen

  6. falsche Käuferzielgruppe ansprechen

  7. Interessenten nicht qualifizieren

  8. bei Verhandlungen emotional reagieren

  9. den Verkaufszeitpunkt falsch einschätzen

  10. nur auf den höchsten Kaufpreis schauen

Wer diese Fehler vermeidet, erhöht nicht automatisch den Wert seiner Immobilie – verbessert aber die Chance, das vorhandene Potenzial tatsächlich am Markt zu realisieren.

Fehler 1: Den Angebotspreis zu hoch ansetzen

Das ist wahrscheinlich der Klassiker.

Die Argumentation lautet:

„Wir starten einfach etwas höher. Runtergehen können wir später immer noch.“

Auf den ersten Blick klingt das logisch.

In der Praxis kann ein überhöhter Angebotspreis allerdings genau das Gegenteil bewirken.

Interessenten vergleichen Immobilien miteinander. Ist ein Objekt deutlich zu teuer, wird es möglicherweise gar nicht erst besichtigt.

Nach einigen Wochen folgen erste Preisreduzierungen.

Aus:

995.000 Euro

werden:

949.000 Euro

dann:

899.000 Euro

und irgendwann:

849.000 Euro.

Bei Kaufinteressenten entsteht nun möglicherweise der Eindruck:

„Warum verkauft sich diese Immobilie nicht?“

Der ursprünglich hohe Preis kann damit die spätere Verhandlungsposition schwächen.

Fehler 2: Den Preis nur anhand von Immobilienportalen festlegen

Ein Eigentümer findet online drei ähnliche Häuser.

Alle stehen für ungefähr 900.000 Euro im Internet.

Also muss das eigene Haus ebenfalls ungefähr 900.000 Euro wert sein.

Das Problem:

Angebotspreis ist nicht gleich Verkaufspreis.

Ob die anderen Häuser tatsächlich zu diesem Preis verkauft werden, ist öffentlich häufig nicht ersichtlich.

Darüber hinaus unterscheiden sich Immobilien in:

  • Grundstück

  • Mikrolage

  • Zustand

  • Wohnfläche

  • Energieeffizienz

  • Architektur

  • Ausstattung

  • Modernisierungen

Portalpreise können eine Orientierung liefern.

Sie ersetzen aber keine individuelle Bewertung.

Fehler 3: Das Potenzial des Grundstücks übersehen

Dieser Fehler kann bei älteren Häusern besonders teuer werden.

Der Eigentümer sieht:

„Mein Haus ist 60 Jahre alt und müsste saniert werden.“

Ein Käufer oder Projektentwickler sieht möglicherweise:

„900 Quadratmeter Grundstück in einer gefragten Lage.“

Das sind zwei völlig unterschiedliche Betrachtungen.

Bei Häusern sollte deshalb geprüft werden:

  • Wie groß ist das Grundstück?

  • Wie ist es geschnitten?

  • Welche Bebauung besteht?

  • Gibt es mögliche Entwicklungsperspektiven?

  • Könnte eine Teilung interessant sein?

Ob zusätzliche Bebauung tatsächlich möglich ist, muss natürlich individuell geprüft werden.

Das Potenzial gar nicht erst zu untersuchen, kann jedoch dazu führen, dass eine Immobilie für die falsche Zielgruppe und zu niedrig positioniert wird.

Fehler 4: Die Immobilie schlecht präsentieren

Kaufinteressenten sehen die Immobilie heute meistens zuerst auf einem Bildschirm.

Nicht bei der Besichtigung.

Damit beginnt der Verkauf bei:

Fotos, Texten, Grundrissen und Präsentation.

Dunkle Handyfotos, unaufgeräumte Räume und ein liebloses Exposé können eine hochwertige Immobilie deutlich schlechter wirken lassen.

Besonders problematisch:

Der erste Eindruck lässt sich nicht wiederholen.

Wer ein Inserat wegklickt, kommt möglicherweise nie zurück.

Eine professionelle Präsentation kann beispielsweise umfassen:

  • hochwertige Immobilienfotografie

  • klare Grundrisse

  • verständliche Objektbeschreibung

  • Drohnenaufnahmen, wenn sinnvoll

  • Video

  • hochwertige Exposé-Gestaltung

  • passende Inszenierung der Räume

Dabei geht es nicht darum, eine Immobilie künstlich schöner zu machen.

Es geht darum, ihre tatsächlichen Qualitäten sichtbar zu machen.

Fehler 5: Fehlende Unterlagen erst suchen, wenn der Käufer schon da ist

Ein Kaufinteressent ist überzeugt.

Die Finanzierung soll vorbereitet werden.

Und plötzlich fehlen:

  • Wohnflächenberechnung

  • Grundrisse

  • Energieausweis

  • Bauunterlagen

  • Teilungserklärung

  • Mietverträge

  • Modernisierungsnachweise

Das kostet Zeit.

Und Zeit kann einen Immobilienverkauf gefährden.

Besonders bei finanzierenden Banken werden bestimmte Unterlagen benötigt.

Je früher die Dokumentation vollständig ist, desto professioneller und schneller kann der Verkaufsprozess ablaufen.

Fehler 6: Jeder Immobilie dieselbe Vermarktungsstrategie geben

Eine Eigentumswohnung in Eimsbüttel sollte anders verkauft werden als eine Villa in Blankenese.

Ein Mehrfamilienhaus benötigt eine andere Ansprache als ein Einfamilienhaus in Sasel.

Und ein Grundstück mit Entwicklungspotenzial braucht möglicherweise eine völlig andere Käufergruppe.

Trotzdem wird häufig nach demselben Muster gearbeitet:

Fotos → Immobilienportal → warten.

Damit wird Potenzial verschenkt.

Die Vermarktungsstrategie sollte sich aus der Immobilie ergeben.

Die richtige Käufergruppe macht einen Unterschied

Immobilie

Typische relevante Käufer

Eigentumswohnung

Eigennutzer, Kapitalanleger

Einfamilienhaus

Familien, Eigennutzer

Villa

vermögende Eigennutzer

Mehrfamilienhaus

Investoren, Bestandshalter

Entwicklungsgrundstück

Bauträger, Projektentwickler

vermietete Wohnung

Kapitalanleger

Je genauer die relevante Zielgruppe verstanden wird, desto präziser kann eine Immobilie positioniert werden.

Fehler 7: Jeden Interessenten wie einen potenziellen Käufer behandeln

Viele Anfragen bedeuten nicht automatisch einen guten Verkaufsprozess.

Die entscheidende Frage lautet:

Wie viele qualifizierte Interessenten gibt es?

Vor intensiven Verhandlungen sollte möglichst klar sein:

  • Ist echtes Kaufinteresse vorhanden?

  • Passt die Immobilie zum Bedarf?

  • Ist das Budget realistisch?

  • Wie soll finanziert werden?

  • Wie weit ist die Finanzierung vorbereitet?

  • Wann könnte gekauft werden?

Das verhindert unnötige Besichtigungen und reduziert das Risiko, wochenlang mit einem Käufer zu verhandeln, dessen Finanzierung am Ende nicht funktioniert.

Fehler 8: Das erste hohe Angebot sofort als das beste ansehen

Stellen wir uns drei Angebote vor:

Käufer A

850.000 EuroFinanzierung noch nicht geklärt.

Käufer B

835.000 EuroFinanzierungsbestätigung vorhanden.

Käufer C

825.000 EuroEigenkapitalstark und flexibel bei der Übergabe.

Welches Angebot ist das beste?

Nicht automatisch A.

Denn der Verkaufspreis ist nur ein Bestandteil der Transaktion.

Relevant sind auch:

  • Finanzierungssicherheit

  • Zahlungsfähigkeit

  • Geschwindigkeit

  • Bedingungen

  • Übergabetermin

  • Verlässlichkeit

Ein Kaufvertrag über 850.000 Euro, der nie zustande kommt, ist weniger wert als ein belastbarer Abschluss über 835.000 Euro.

Fehler 9: Emotionen in die Preisverhandlung tragen

Gerade bei langjährigem Eigentum ist die Immobilie häufig eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden.

Ein Käufer sagt:

„Das Badezimmer müssten wir komplett neu machen.“

Der Eigentümer hört:

„Ihr Badezimmer ist hässlich.“

Schon wird eine wirtschaftliche Verhandlung persönlich.

Das ist verständlich – aber gefährlich.

Der Käufer betrachtet die Immobilie aus seiner Perspektive.

Der Verkäufer sollte Angebote und Kritik deshalb möglichst sachlich bewerten.

Es geht nicht darum, ob ein Interessent die Einrichtung mag.

Es geht darum:

Was ist er bereit zu zahlen und unter welchen Bedingungen?

Fehler 10: Den Verkaufszeitpunkt dem Zufall überlassen

Nicht jede Immobilie muss zwingend im „perfekten Monat“ verkauft werden.

Aber Zeitpunkt und Vorbereitung können trotzdem wichtig sein.

Beispiele:

Ein Haus mit großem Garten lässt sich im Frühjahr oder Sommer möglicherweise besonders attraktiv präsentieren.

Eine leerstehende Immobilie verursacht dagegen laufende Kosten, sodass ein monatelanges Warten auf einen vermeintlich besseren Zeitpunkt wirtschaftlich keinen Sinn machen muss.

Auch persönliche Faktoren spielen eine Rolle:

  • bereits gekaufte neue Immobilie

  • laufende Finanzierung

  • Erbauseinandersetzung

  • geplanter Umzug

  • steuerliche Fragen

Der richtige Verkaufszeitpunkt ist deshalb immer eine Kombination aus Markt und persönlicher Situation.

Bonusfehler: Nur auf den Verkaufspreis schauen

Eigentlich verdient dieser Punkt eine eigene Nummer.

Denn am Ende zählt nicht nur:

Zu welchem Preis wurde verkauft?

Sondern:

Was bleibt wirtschaftlich übrig?

Nehmen wir zwei Varianten:

Strategie A

Verkaufspreis: 900.000 Euro

Vorherige Renovierung: 50.000 Euro

Effektiv vor weiteren Kosten:

850.000 Euro

Strategie B

Verkauf im bestehenden Zustand:

870.000 Euro

Keine Renovierung.

Effektiv:

870.000 Euro

Obwohl Strategie A den höheren Verkaufspreis erzielt hat, ist Strategie B wirtschaftlich besser.

Genau deshalb sollte bei jeder Verkaufsentscheidung das Gesamtergebnis betrachtet werden.

Die 10 Fehler auf einen Blick

Fehler

Mögliche Folge

Zu hoher Angebotspreis

lange Vermarktungsdauer

Portalpreise als Bewertung nutzen

falsche Preisstrategie

Grundstückspotenzial ignorieren

möglicher Wertverlust

Schlechte Präsentation

weniger Nachfrage

Fehlende Unterlagen

Verzögerungen

Falsche Vermarktung

falsche Käufergruppe

Interessenten nicht prüfen

Zeitverlust

Nur höchstes Angebot beachten

höheres Transaktionsrisiko

Emotional verhandeln

schlechtere Entscheidungen

Zeitpunkt nicht planen

unnötige Kosten

Was Eigentümer stattdessen tun sollten

Ein erfolgreicher Immobilienverkauf lässt sich stark vereinfacht in eine klare Reihenfolge bringen:

1. Immobilie verstehen

Was wird eigentlich verkauft?

2. Marktwert bestimmen

Was ist realistisch?

3. Potenzial analysieren

Gibt es besondere Werttreiber?

4. Zielgruppe definieren

Wer ist der richtige Käufer?

5. Immobilie vorbereiten

Unterlagen und Präsentation.

6. Vermarktungsstrategie festlegen

Öffentlich, diskret oder kombiniert.

7. Interessenten qualifizieren

Wer kann tatsächlich kaufen?

8. Angebote vergleichen und verhandeln

Nicht nur auf den Preis schauen.

9. Kaufprozess strukturieren

Finanzierung, Notar und Übergabe.

Diese Vorbereitung klingt zunächst aufwendiger.

Sie verhindert jedoch, dass während des Verkaufs immer wieder neue Probleme auftauchen.

Warum sich Fehler bei hochwertigen Immobilien besonders stark auswirken

Bei einer Immobilie für 300.000 Euro entsprechen fünf Prozent:

15.000 Euro.

Bei einer Immobilie für 1,5 Millionen Euro entsprechen dieselben fünf Prozent:

75.000 Euro.

Je höher der Immobilienwert, desto größer können die wirtschaftlichen Auswirkungen einer falschen Bewertung oder Vermarktungsstrategie werden.

Gerade bei:

  • Villen

  • hochwertigen Einfamilienhäusern

  • Mehrfamilienhäusern

  • Zinshäusern

  • Grundstücken

lohnt sich deshalb eine besonders sorgfältige Vorbereitung.

Fazit: Ein guter Immobilienverkauf beginnt vor dem Inserat

Die größten Fehler beim Immobilienverkauf entstehen häufig lange bevor ein Käufer ein Angebot abgibt.

Eine falsche Bewertung, unklare Zielgruppe oder fehlende Unterlagen können den gesamten Verkaufsprozess beeinflussen.

Deshalb sollte eine Immobilie zunächst verstanden, bewertet und strategisch positioniert werden.

Erst dann beginnt die eigentliche Vermarktung.

Peters + Peters begleitet Eigentümer in Hamburg seit 1997 bei der Bewertung und dem Verkauf ihrer Immobilien und entwickelt für unterschiedliche Immobilienarten eine individuell passende Vermarktungsstrategie.

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Warum Peters+Peters für den Hausverkauf in Hamburg

Wer ein Haus in Hamburg verkaufen möchte, braucht einen erfahrenen Immobilienmakler mit lokaler Marktkenntnis. Peters+Peters ist spezialisiert auf den Hausverkauf in Hamburg und begleitet Eigentümer von der Immobilienbewertung bis zum Notartermin. Durch realistische Preisfindung, gezielte Vermarktung und professionelle Verhandlungsführung erzielen wir marktgerechte Verkaufspreise für Immobilien in Hamburg.

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